Waldwege
Kastanien- und Mischwälder bieten schattige Wege, besonders im Bereich des Epomeo und der nördlichen Hänge. Unter dem Blätterdach verschwinden geologische Formen manchmal fast vollständig; an Weganschnitten, Wurzeltellern oder freien Kuppen werden sie wieder sichtbar.
Küstenwege
Entlang der Küste öffnen sich Blicke auf Steilhänge, Buchten, Schichtungen und Felsformen. Gleichzeitig sind Küstenwege Wind, Sonne und Erosion stärker ausgesetzt. Die landschaftliche Wirkung ist groß, der tatsächliche Wegzustand kann sich jedoch schneller ändern als auf befestigten Ortswegen.
Weinberg- und Terrassenwege
Treppen, schmale Gassen und Wege zwischen parracine sind Teil einer historischen Kulturlandschaft. Sie erschließen Weinberge und ehemalige Nutzflächen und verbinden heute Wandern, Weintradition und Landschaftsgeschichte.
Vulkan- und Felswege
Helle Tuffflächen, dunklere Laven, Felsdurchgänge und in den Fels eingetiefte Abschnitte machen manche Routen zu regelrechten Geo-Wegen. Hier wird Trittsicherheit wichtiger; zugleich lässt sich der Untergrund unmittelbar beobachten.
Alte Wege, Tiere und Begegnungen
Ziegenherden, Lasttiere auf älteren Fotos, kleine Rastplätze und ländliche Einkehrmöglichkeiten erinnern daran, dass viele Wege nicht als Wanderwege geplant wurden. Sie waren und sind Verbindungen innerhalb einer bewohnten und bewirtschafteten Landschaft.
Schwierigkeit ist mehr als Höhenmeter
Breite, Untergrund, Stufen, Feuchtigkeit, Schatten, Exposition, Hitze und aktuelle Schäden beeinflussen eine Route ebenso wie Länge und Steigung. Deshalb wird ein Weg vor einer geführten Tour nach Saison und aktuellem Zustand bewertet und bei Bedarf angepasst.
Wandern mit dem Geologen
Geologische Erklärung verändert den Blick auf den Weg: Eine Trockenmauer wird zum Gesteinsarchiv, ein Felsdurchgang zum Aufschluss, eine Fumarole zum Hinweis auf hydrothermale Aktivität und ein Panorama zur Übersicht über Vulkanformen und Kulturlandschaft.