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Lacco Ameno

Lacco Ameno verbindet Archäologie, Thermaltradition und eine markante vulkanische Küstenlandschaft. Pithekoussai am Monte Vico, das Museo Archeologico di Pithecusae in der Villa Arbusto, die Bucht von San Montano und der Fungo machen die kleinste Inselgemeinde zu einem besonders vielseitigen Ziel.

Pithekoussai – frühe Griechen im westlichen Mittelmeer

Im Gebiet von Lacco Ameno entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. die euböische Siedlung Pithekoussai. Die Funde vom Monte Vico und aus der Nekropole von San Montano dokumentieren weitreichende Handelskontakte, Metallverarbeitung und Keramikproduktion. Damit gehört Lacco Ameno zu den wichtigsten archäologischen Orten für die frühe griechische Präsenz im westlichen Mittelmeer.

Villa Arbusto und Museo Archeologico di Pithecusae

Die Villa Arbusto beherbergt seit 1999 das archäologische Museum von Pithecusae. Die Ausstellung reicht von vorgeschichtlichen Funden über die griechische Siedlung bis in die römische Zeit; ein eigener Bereich widmet sich auch der Geologie Ischias. Zu den berühmtesten Funden des Museums gehört der Nestorbecher aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Einzelne Spitzenstücke können zeitweise an andere Museen ausgeliehen sein. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Villa Arbusto und Museo Archeologico di Pithecusae.

Der Fungo – ein Block des Grünen Tuffs

Das Wahrzeichen von Lacco Ameno ist nicht einfach ein Fels, der vom Hang ins Meer „gerollt“ ist. Nach der geologischen Interpretation des INGV handelt es sich um einen großen Block des Grünen Tuffs des Monte Epomeo, der durch eine mehr als 6.000 Jahre alte Felslawine bis in den Küstenbereich transportiert wurde. Die heutige Pilzform entstand vor allem durch marine Erosion und weitere Verwitterung. Mehr dazu: Der Fungo in Lacco Ameno.

Angelo Rizzoli und die Entwicklung des Tourismus

In den 1950er Jahren prägte der Verleger und Filmproduzent Angelo Rizzoli die touristische Entwicklung Lacco Amenos. Er erwarb die Villa Arbusto, förderte Hotels und machte den Ort zu einem Treffpunkt des internationalen Film- und Gesellschaftslebens. Dieses Kapitel ist bis heute im Ortsbild und in der touristischen Tradition sichtbar.

Santa Restituta – Patronatsfest im Mai

Santa Restituta ist die Schutzpatronin von Lacco Ameno. Die Hauptfeierlichkeiten liegen traditionell Mitte Mai und umfassen Prozessionen, Gottesdienste, Musik und die eindrucksvolle szenische Darstellung der Ankunft der Heiligen in der Bucht von San Montano. Das Programm kann von Jahr zu Jahr erweitert oder zeitlich angepasst werden.

San Montano und die Strände

Die sichelförmige Bucht von San Montano liegt zwischen bewaldeten Hängen und besitzt einen flach abfallenden Sandstrand. Ein Teil der Bucht gehört zum Thermalpark Negombo, daneben gibt es öffentliche Strandbereiche. Im Ortszentrum liegt außerdem der kleine Fungo-Strand unmittelbar beim Wahrzeichen der Gemeinde.

Thermalwasser und Fumarolen

Auch Lacco Ameno gehört zum hydrothermal aktiven Norden Ischias. Thermalquellen und Fumarolen treten unter anderem im Bereich San Lorenzo und Fango auf. Frühere Texte stellten dabei teilweise die „Radioaktivität“ des Thermalwassers werblich heraus; solche pauschalen Gesundheits- und Wirkungsbehauptungen führen wir auf Pithecusa nicht weiter.

Unterwegs mit dem Bus

Lacco Ameno liegt an der Küstenroute des EAV-Netzes. Statt alter Linienbezeichnungen aus früheren Reiseführern verwenden Sie bitte die aktuellen EAV-Buslinien und Fahrpläne auf Ischia.

Lacco Ameno in Bildern

Fungo, San Montano, Villa Arbusto und Ortsimpressionen finden Sie in der Fotogalerie Lacco Ameno.

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