Insel Ischia
Geschichte der Insel Ischia
Ischias Geschichte ist alt und sehr wechselhaft. Viele Völker hatten zu allen Zeiten reges Interesse an diesem Eiland. Diverse Funde von Tonscherben, Feuersteinen und menschlichen Knochenresten zeigen uns Spuren prähistorischer Bewohner aus der Zeit der Jungsteinzeit ca.
Geschichte der Insel Ischia
Ischias Geschichte ist alt und sehr wechselhaft. Viele Völker hatten zu allen Zeiten reges Interesse an diesem Eiland.
Was geschah 3500 v. Chr?
Diverse Funde von Tonscherben, Feuersteinen und menschlichen Knochenresten zeigen uns Spuren prähistorischer Bewohner aus der Zeit der Jungsteinzeit ca. 3500 v. Chr.
Was geschah 770 v. Chr?
Das nächste gesicherte Datum ist 770 v. Chr. mit der ersten Besiedlung Italiens durch die Griechen. Sie gründeten auch auf Ischia eine Kolonie: Pithecusa, nahe dem heutigen Lacco Ameno auf dem Monte Vico. Diese Region entwickelt sich rasch zu einer florierenden Kolonie (Töpferarbeiten und Metallverarbeitung). Aus dieser Zeit stammt der „Nestor“-Becher, ein wichtiges archäologisches Fundstück, heute im archäologischen Museum in Lacco Ameno zu bewundern. Auch auf dem Festland gründeten die Griechen wichtige Stützpunkte z. B. Cumae, Pozzuoli und Neapolis.
Was geschah 4. Jh. v. Chr?
Im 4. Jh. v. Chr. geht Ischia in den Besitz von Neapel über. Im 1. Jh. V. Chr. erobern die Römer Neapel und nehmen auch Pithecusa ein. Dieser griechische Name wird nun ersetzt durch das römische „ Aenaria “, eine Siedlung bei Ponte. Leider versinkt Aenaria bereits im 2. Jh. n. Chr. im Meer (vulkanische Ausbrüche).
Was geschah 12. Jh?
Danach beherrschen die Byzantiner Neapel und Ischia, gefolgt von den Langobarden und im 12. Jh. den Normannen. Als befestigte Burg wird bereits im 11. Jh. der Fels vor Ponte ausgebaut. Nach den Hohenstaufern regieren auch die französischen Anjou auf Ischia.
Was geschah Jahr 1301?
Bedeutsam für die Insel war und ist der letzte Vulkanausbruch im Jahr 1301: der Vulkan Arso speist einen ca. 3 km langen Lavastrom, der sich von Fiaiano bis zum Meer bei Ponte ergießt.
Was geschah 15. Jh?
Im 15. Jh. nehmen die Aragonier Ischia und vor allem den Burgberg bei Ponte in ihren Besitz. Nun erhält die Burg ihre heutige Größe und Gestalt und auch den Namen „Castello Aragonese“. Das aragonische Geschlecht der D'Avalos wird bis ins 18. Jh. Macht ausüben und Statthalter stellen. Daran änderte sich auch nichts, als Ischia dem Reich Kaiser Karl V. und damit den spanischen Habsburgern einverleibt wurde. 1735 fällt das Königreich Neapel und damit auch Ischia an die spanischen Bourbonen.
Was geschah 19. Jh?
Ab dem 19. Jh. ist Ischia als Reise- und Kurziel in Adels - und Künstlerkreisen beliebt. Auch Napoleon zeigt seine Begehrlichkeiten an Neapel und Ischia. Seine Pläne werden aber von Engländern und den Bourbonen durchkreuzt. Neapel schließt sich dem Königreich Italien an. Leider ereignen sich mehrere schwere Erdbeben in diesem Jahrhundert. Der traditionsreiche Kurort Casamicciola Terme ist am schwersten betroffen und fast ganz zerstört.
Im 20. Jh
Im 20. Jh. folgen die Weltkriege. 1948 wird Italien zur Republik. Ab 1950 setzt der sich rasch entwickelnde Tourismus wieder ein. Es wird viel gereist und Ischia blüht auf zu einem beliebten Reiseziel für einheimische Touristen und vor allem für deutschsprachige Reisende. Eine friedliche Besetzung, bei der die Ischitani die „Herrschaft“ über ihre wunderschöne und zu allen Jahrhunderten begehrte Insel behalten.